Krank

10. Dezember 2008

Der Körper wehrt sich mit allen Mitteln: verstopfte Nase, quälender festsitzender Husten, Wattekopf, Fieber, Appetitmangel, Durchfall. Eigentlich funktioniert nichts im Moment.

Es ist auch kein Wunder: ein Haufen neuer Herausforderungen im Job, der Todesfall im näheren Umfeld samt folgender Wohnungsauflösung, die Nachricht von zwei weiteren Todesfällen im Bekanntenkreis, diverse Menschen, die auf Anrufe, Nachrichten, Lebenszeichen warten – es ist im Moment einfach alles zuviel.

Am liebsten würde ich mich ins Bett legen und die Decke über den Kopf ziehen. Aber wie es immer so ist: dies musst Du noch erledigen, und jenes hast Du zugesagt, und den willst Du auch nicht enttäuschen. Na komm, ein bißchen geht doch noch.

Und es geht ja auch immer noch ein bißchen mehr. Ist ja nicht für lange. Heute noch und vielleicht morgen noch ein bißchen, und dann lege ich mich ins Bett, denn dann sind alle Kunden erstmal versorgt. Der Rest muss dann eben noch einen Tag warten.

Hauptsache, keine Schuldgefühle. Ich mache, was geht, und mehr kann ich nicht tun. Ich gestehe mir selbst diese momentane Schwäche zu, denn die ist ja absolut gerechtfertigt und nachvollziehbar. Irgendwann reicht es eben einfach.

Gute Nacht.

Lonely Walk by preciouskhyatt
Foto: preciouskhyatt

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