Die Woche – Sonntagsrückschau

14. Dezember 2008

Anders als in meinem wöchentlichen „Weekly Review“, den ich jeden Montag für mich mache, um mir einen Überblick zu verschaffen, was ich in der vergangenen Woche geschafft habe und was in der kommenden Woche an Aktivitäten ansteht, soll dieser Wochenrückblick hier ein Blick nach innen sein. Nicht was ich getan habe, steht im Mittelpunkt, sondern was mir geschehen ist und wie es mir damit geht.

Die unschönen Erlebnisse

Krank

Ich war fast die ganze Woche krank. Es begann mit Halsschmerzen, dann kam ein festsitzender Schnupfen mit Wattekopf, verstopfter Nase und allem Drum und Dran, es folgte Fieber und eine zunächst festsitzende Bronchitis, dann heftiger Husten.

Immerhin hat mich die Krankheit dazu gebracht, alles langsamer anzugehen und fürsorglich mit mir umzugehen.

Freundschaft?

Diese Frau ist so mit sich selbst beschäftigt, dass sie die Bedürfnisse anderer Menschen nur wahrnimmt, wenn sie muss: Wenn nämlich die Gefahr besteht, dass andere sich von ihr abwenden.

Wenn ich ihr also mit krächzender Stimme erkläre, was bei mir los ist (Todesfall, Krankheit, beruflicher Stress und noch andere Kleinigkeiten), dann fällt ihr nichts anderes ein als zu fragen, ob sie trotzdem diese Woche ihre Wäsche bei mir waschen kann, weil sie doch über Weihnachten wegfährt und das jetzt langsam dringend wird.

Ich kann ihr nicht wirklich böse sein dafür, weil ich weiß, was bei ihr los ist, und dass sie wacker mit einer schweren Depression kämpft. Dennoch kommt diese Reaktion zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt und lässt mich enttäuscht und desillusioniert zurück: Unsere Freundschaft wird wohl noch lange eine Einbahnstraße bleiben…

Frustrierende Begegnungen

So sehr mich positive, konstruktive Begegnungen mit anderen Menschen tagelang glücklich machen können, so sehr drücken mir Desinteresse, Ignoranz oder Respektlosigkeit auf die Stimmung.

Diese Woche hatte ich gleich drei unglückliche Begegnungen und alle im Arbeitsumfeld: ein Kunde, der völlig unvorbereitet und lustlos in ein gemeinsames Meeting kommt, bei dem es um SEINE Wünsche gehen soll, ein anderer, der völlig desinteressiert an der Leistung zu sein scheint, für die er aber doch ein Angebot haben möchte, und ein Dienstleister, der mir im Auftrag eines gemeinsamen Kunden Informationen zur Verfügung stellen soll, jetzt aber versucht, mich als Bittsteller darzustellen.

Es ärgert mich, dass ich die neue Woche gleich damit anfangen muss, mich mit diesem Menschen auseinanderzusetzen.

Die schönen Erlebnisse

Schulden und Interaktion

Eines der schönsten Erlebnisse diese Woche war die Erkenntnis, dass

  • es bei meiner „Finanzblockade“ um Schulden geht und nicht um „Geld“ oder „Finanzen“ im Allgemeinen
  • ich keine Schwierigkeiten mit der internen Verwaltung habe, sondern mit der (potentiellen) Interaktion mit den Gläubigern

Ich bin jetzt guter Hoffnung, meine Schwierigkeiten nach und nach in den Griff zu bekommen, weil ich endlich weiß, wo ich ansetzen kann.

Die Vorteile guter Planung

Eine Anfrage für ein heikles Projekt, das mit vielen Unwägbarkeiten verbunden ist, hat mich ein wenig beunruhigt; ein Gespräch mit dem potentiellen Kunden stand an.

Der Mann hat es wieder einmal wunderbar verstanden, mit mir in einer gemeinsamen „Strategiestunde“ die Bedingungen festzuklopfen, unter denen der Auftrag für mich keinen Stressfaktor darstellen würde und einen Weg auszuarbeiten, wie ich  dem Interessentendiese Bedingungen verklickern kann, ohne ihn vor den Kopf zu stoßen oder mich als nicht leistungsfähig genug darzustellen.

Das Telefonat verlief dann genau nach Wunsch, und ich hoffe, diesen Auftrag zu bekommen. Wenn es aber nicht klappt, wäre es auch in Ordnung, denn ich habe meine Bedingungen gesetzt, und wenn die nicht passen, würde auch das spätere Verhältnis zueinander schwierig werden.

Reiseplanung

Ich fahre dieses Jahr erstmals über Weihnachten zur Familie des Mannes, weil die Mutter am 23.12. ihren 90. Geburtstag feiert.

Das Auto der Nichte, das wir von Zeit zu Zeit mitnutzen, kann nun wider Erwarten nicht mehr zur Reparatur gebracht werden, so dass wir in Windeseile umplanen mussten.

Innerhalb einer Stunde haben wir Fahrverbindungen, Zugpreise und Reisealternativen (Mitfahrgelegenheit, Mietwagen) recherchiert, verglichen und schließlich Zugtickets für die gemeinsame Hin- und meine Rückfahrt gebucht.

Wir werden nun Sonntag abend mit dem Nachtzug fahren und sparen dabei zusammen noch fast 90 Euro auf den normalen Fahrpreis. Ein schönes Erfolgserlebnis! Und ich muss nicht sieben Stunden im Auto auf einer Autobahn voller Verrückter und Lebensmüder in Angstschweiß baden, sondern fahre bequem und entspannt mit der Eisenbahn!!

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