Die Zeichen deuten

29. Dezember 2008

Nachdem der Großauftrag, für den eigentlich diese Woche geblockt war, an eine andere Firma gegangen ist, habe ich beschlossen, ein paar Tage freizunehmen. Ich will die Zeit nutzen, um nach den letzten Wochen wieder zur Ruhe zu kommen, ein wenig Rückschau und Ausblick zu betreiben und es mir gut gehen zu lassen.

Damit die Woche nicht zu sehr nach innen gewandt wird und weil ja körperliche Aktivität das Denken befördert, habe ich mir auch einiges vorgenommen: neben dem Korrekturlesen von Sandras Magisterarbeit will ich endlich die Rümpelecke in meiner Küche aufräumen und mir einen schönen Essplatz am dann hoffentlich geputzten Fenster einrichten. Außerdem hatte ich mir gedacht, dem Mann mit seiner Putz- und Renovierungsaktion ein wenig unter die Arme zu greifen und in seiner Wohnung schon ein paar Vorarbeiten zu erledigen.

Ich bin sehr müde heute, hatte auch schlecht geschlafen und fühle mich körperlich angeschlagen. Grund, heute mal besonders auf meinen Körper zu achten und zu hören, was er mir zu sagen hat.

Die morgendlichen Schmerzen im rechten Unterbauch (bei denen ich nie einschätzen kann, ob sie von Organen kommen oder von der Hüfte) sind inzwischen seitlich weitergewandert. Die völlige Appetitlosigkeit bis hin zur Übelkeit hat sich nach einem leckeren Frühstück gegeben, auch wenn der Magen sich immer noch ein wenig flau anfühlt. Dafür beginnen Kopfschmerzen in der rechten Schläfe zu pochen, die Schultern sind verspannt, weil ich sie ständig unwillkürlich hochziehe. Auch ein Zahn pumpt rechts oben.

Insgesamt eine Schwächung der rechten Körperhälfte also. Da diese Seite die kognitiven Aspekte repräsentiert (Sprache, Denken, Lesen, Schreiben, Logik, Analyse), die „männlichen“, aktiven, kann ich mich fragen, was das bedeutet.

Ist mir das Denken und Handeln momentan zu viel? Will mein Körper mich in diesen Bereichen bremsen? Oder liegt hier irgendetwas im Argen? Handle ich „falsch“, also gegen meine Interessen? Soll ich momentan das Denken und Analysieren mal sein lassen und mich meinen Gefühlen zuwenden? Oder ist es genau umgekehrt: sollte ich meinem Denken mehr Aufmerksamkeit widmen?

Wäre diese blöde Magisterarbeit nicht, würde ich am liebsten einfach nur schlafen.

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