Das Jahr 2008 – Eine Rückschau

31. Dezember 2008

Was für eine Woche geht, funktioniert natürlich auch für ein Jahr. Also, was war schwierig in 2008 und was schön? Wie immer das Schwierige zuerst:

Unschöne Erlebnisse

Drei Todesfälle (und keine Hochzeit)

Ich denke in Trauer an drei nahe Menschen, die dieses Jahr gestorben sind. Einer mit 64 an Herzinfarkt, eine mit 60 an Organversagen in Zusammenhang mit Krebs und einer mit 50 an Lungenversagen. Alle starben wenige Wochen vor ihrem Geburtstag und alle viel zu früh.

Wenn heute nacht die Sektkorken knallen, werde ich an sie denken und einen Toast aussprechen – für alle, die mit uns sind und alle, die nicht mehr mit uns sein können.

Schulden, Schulden, Schulden

Auch wenn die Zahlungsfähigkeit dieses Jahr etwas weiter vom Abgrund entfernt angesiedelt war als 2007, habe ich doch zusätzliche Schulden machen müssen, um mich über Wasser zu halten. Die psychische Belastung, die damit einhergeht, ist enorm. Ich arbeite daran, aber es braucht Zeit.

Gesundheit

Unter den Anspannungen hat meine Gesundheit gelitten. Ich war die meiste Zeit des Jahres müde, schlapp und antriebslos, habe zugenommen und litt unter Depressionen. Erst in den letzten Wochen ging es mir etwas besser, was vor allem an Erfolgen im Job lag, die mich aufgebaut haben.

Das Schöne in 2008

Mehr Selbstsicherheit

Ein ganzer Haufen verschiedener Faktoren hat dazu geführt, dass ich einige berufliche Erfolge zu verzeichnen hatte. Keine finanziellen Erfolge (leider), aber schwierige Situationen, in denen ich mich durchgesetzt habe, Projekte, die ich gestartet habe, Präsentationen, die ich gemacht habe.

Diese Erfolge (die ohne den Mann undenkbar gewesen wären – Danke!) haben dazu geführt, dass ich erstmals mein berufliches Profil deutlich herausgearbeitet habe und das nun auch Fremden in wenigen Sätzen vermitteln kann. Alles in allem habe ich jede Menge Sicherheit gewonnen, die sich unter anderem sarin ausdrückt, dass meine Telefonangst praktisch verschwunden ist (denn ich weiß jetzt, was ich auf kritische Fragen antworte, denn ich weiß, wer ich bin)!

Auch im zwischenmenschlichen Bereich macht sich diese Sicherheit bemerkbar, denn ich kann jetzt sehr viel besser meine Grenzen erkennen und sie  anderen gegenüber setzen, ohne Menschen vor den Kopf zu stoßen!

Ich trete souveränder auf und scheine auch auf Fremde anders zu wirken, denn ich bekomme jetzt so oft ein Lächeln oder eine Mini-Konversation – sogar hier im muffigen Berlin!

Eigene Projekte

Auch wenn sie (noch) kein Geld einbringen, ich bin stolz auf sie wie nur irgendwas: Meine drei eigenen Internet-Projekte, die ich in diesem Jahr auf die Beine gestellt bzw. vorangetrieben habe.

Etwas zu tun, was ICH für richtig halte, ist schon großartig. Aber dann zu erleben, dass auch andere Menschen damit etwas anfangen können, hat mir einen riesigen Auftrieb gegeben.

Ich hoffe, es gelingt mir, 2009 noch mehr auf meine innere Stimme zu hören und Dinge einfach auszuprobieren. Den Freiraum dafür muss ich mir einfach nehmen, denn wer weiß, was dabei herauskommt…

40

Für viele Frauen ein Grund, den Personalausweis zu fälschen – für mich das beste Alter, in dem ich je war! Ich habe mich wie blöd auf meinen 40. Geburtstag gefreut und bin nach wie vor überzeugt: DAS IST MEIN (LEBENS-)JAHR!!!

Und wirklich: Seit meinem Geburtstag habe ich ein gutes Maß an innerer Ruhe gewonnen, bin in nervigen Dingen kompromissloser egoistisch und fühle mich insgesamt großartig.

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