Singen und Lachen

21. Februar 2009

Ich habe heute das erste Mal die Morning Pages geschrieben, und es war einfach GROSSARTIG!

Ich bin noch völlig euphorisch und singe siet einer Viertelstunde alles mögliche frei erfundene Zeug vor mich hin. Ich meine, ich SINGE! Ich habe seit ewigen Zeiten nicht gesungen, jedenfalls nicht so frei.

Wow. Wie ist das möglich? Was macht das mit mir?

Dabei war ich beim Schreiben selbst fast enttäuscht, denn praktisch nichts von dem, was mir seit Wochen (Monaten? Jahren???) im Kopf herumgeistert und was ich mit Hilfe dieser Technik endlich „in den Griff“ bekommen möchte, ist herausgekommen.

Stattdessen: Erinnerungen an einen Kindheitsfreund. Beobachtungen meiner momentanen Schreibsituation (Wie geht es, wie fühle ich mich dabei, werde ich nach drei Seiten aufhören können?). Und immerhin ganz zum Schluss etwas zu meiner momentanen „Erfolgsangst“ und einer möglichen Ursache.

Ich wollte verhindern, jetzt den ganzen Tag weiterzudenken, deswegen habe ich für heute nachmittag eine Verabredung mit mir getroffen. Aber ich wollte mich selbst nicht daran halten, deswegen habe ich nach einer kurzen Putzpause (der Kater hatte nachts das halbe Zimmer vollgekotzt) weitergemacht und gleich zwei Aufgaben gelöst: die Zeitreise „Monster“ und die Zeitreise „Helden“.

Ich war erstaunt, wie schnell ich mit jeweils drei Beispielen dabei war und habe mich bemüht, nicht zu zensieren, sondern jeweils die ersten drei zu nennen, die mir in den Sinn kamen. Das war leicht. Auch der „Erkennen“- Teil von der Aufgabenstellung „Erkenne und betrauere die Verletzungen, die sie dir zugefügt haben.“ Mit dem Betrauern tue ich mich schwerer. Will ich diese Situationen wirklich nochmal durchleben und den assoziierten Schmerz spüren?

Auch das Lob auf eine Karte zu schreiben, ist mir ein wenig befremdlich. Nicht, dass ich kein Lob ertragen kann, aber meine Helden haben sich eher durch eine allgemeine Akzeptanz meiner Person ausgezeichnet als durch spezifisches Lob. An diesen beiden Punkten muss ich also noch etwas arbeiten. Vielleicht lässt sich ja „allgemeine Akzeptanz“ in etwas wie „Du bist ein toller Spielkamerad“ oder „Du bist ein wertvoller Mensch, mit dem ich gerne zusammen bin“ übersetzen. Mal sehen. Aber soll ich mir das wirklich hinhängen? Das wäre mir vor dem Mann (und meinen seltenen Besuchern) ein wenig peinlich.

Egal, darüber kann ich mir später den Kopf zerbrechen, jetzt singe und jubiliere ich, auch wenn ich im Moment noch nicht verstehe warum.

Ein interessantes Phänomen möchte ich noch erwähnen: Als ich etwa zur Hälfte mit meiner Schreibarbeit durch war, musste ich kurz unterbrechen, weil der Kater einen Riesenterror gemacht hat. Da erst merkte ich, wie mir der ganze Kopf kribbelte. Es fühlte sich an, als würde eine 1cm dicke Schicht unter meiner Kopfhaut kribbeln und krabbeln – und das Phänomen hält bis jetzt, also über eine Stunde später an.

Stimulation. Sehr angenehm. Und irgendwie bringt mich das zum Lachen, und wohl auch zum Singen. Ich liebe Endorphine!

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