TAW – Die dritte Woche

28. März 2009

Den Zwei-Wochen-Rhythmus werde ich wohl beibehalten: auf diese Weise kann ich mich in Ruhe den Aufgaben widmen und auch mal ein paar Gedanken über mehrere Tage reifen lassen.

Die ersten zehn Tage meiner „Woche“ waren megaanstrengend: 5 Termine in 7 Arbeitstagen! Und das, wo mich jeder Kundentermin so auslaugt, dass ich mich im Prinzip einen Tag davon erholen muss.

Warum das so ist, scheine ich jetzt zu wissen: ich bin HSP – hochsensitiv bzw. hochsensibel. Nichts, worauf man sich was einbilden könnte, einfach nur eine Erklärung für manches. Thema für einen eigenen Beitrag.

Viele Dinge haben sich in der ersten Woche geklärt; Sachen, die mir lange quer lagen, kommen plötzlich in Bewegung. Auch damit geht Erschöpfung einher. Deswegen ist die Bilanz für die dritte TAW-Woche auch nicht so glänzend:

Ein Mini-Rückblick

14 Tage. Extrem wenig geschrieben: an 6 Tagen nur 15 von 84 (A5-)Seiten. Meist war ich so brausig im Kopf, dass ich nach einer Seite Hummeln im Hintern bekam und ganz schnell irgendwas anderes machen musste. Konnte mich kaum einlassen auf Reflexion oder Brainstorming.

Zwei „Sessions“ waren aber richtig gut: eine über die Angst, mich zu erkennen und vielleicht nicht liebhaben zu können, was ich da finden mag, und eine andere über Muster, mit denen ich mich selbst derartig unter Druck setze, dass ein „Erfolg“ kaum noch möglich ist, lediglich ein „Abwenden der Katastrophe“. Interessante Selbstsabotage, wo doch „Erfolg“ mein Hauptmotor ist…

Mein ‚Date‘ hat nicht stattgefunden – ich war einfach zu erledigt. Ein wenig Freizeit wollte ich auch mal wieder mit dem Mann verbringen, also ging der Ausflugstag an ihn.

Die übrigen Aufgaben fielen mir sehr leicht, brachten aber auch kaum neue Erkenntnisse. Entweder habe ich sie nicht „richtig“ gemacht, oder ich bin einfach an einem anderen Punkt.

Interessant waren die „15 positiven Dinge“ (5.), wo ich mich besonders mit den ‚Leistungen‘ schwer tat, obwohl (oder weil?) das gerade mein Thema ist. Würdige ich meine Erfolge nicht genug? Erlaube ich mir überhaupt, ‚erfolgreich‘ zu sein, obwohl es das zu sein scheint, was ich mir sehnlichst wünsche?

Auch die Aufgabe mit den Gewohnheiten (6.) war aufschlussreich: Die wirklich schlechten Gewohnheiten beziehen sich alle auf Verdrängung oder Vermeidung in irgendeiner Form (Nicht-Tun). Diese Muster empfinde ich momentan als größte Bremse. Die nur ‚blöden‘ Gewohnheiten (von denen mir nur zwei eingefallen sind) betreffen eher mein Sozialverhalten, das bei anderen negative Reaktionen provoziert und so mein negatives Selbstbild bestätigt. Sie haben auch viel mit Wut und Aggression (also mit Angst) zu tun.

Spaß hat mir der „Innere Kompass“ (9.) gemacht. Einsichten:

  • Ich will zuviel in zu vielen Bereichen, ohne den Überblick zu haben. Ich brauche klare Ziele und Prioritäten.
  • Mir fehlt eine klare Strategie, ein Plan, wann was wichtig ist. Ich brauche eine ‚Roadmap‘.
  • ‚Wachstum‘ hat neben dem Geld vor allem mit persönlichen Erfolgserlebnissen zu tun, woraus ich meinen ‚Wert‘ ziehe. Geld ist das äußerlich sichtbare Zeichen des Erfolgs.

Erfolg…

…war absolut mein Thema in dieser ‚Woche‘. Wie sehr definiere ich mich über Leistung und Erfolg? Wie wurde in meiner Kindheit mit Erfolg und Versagen umgegangen? Wie sehr brauche ich Erfolg für mein eigenens Selbstwertgefühl, und warum sabotiere ich potentielle Erfolge schon im Keim?

Es bleibt viel zu tun.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: