Woche 4 – Integrität

28. März 2009

Diese Woche klingt nach verdammt viel Arbeit und einer Erfahrung, vor der ich etwas bange bin: nicht zu lesen. Ob ich mich darauf einlassen kann? Man wird sehen. Ich muss es probieren, denn es ist ein wesentlicher Bestandteil dieser ‚Woche‘, und wenn ich das Ganze ernst nehmen will, muss ich es wenigstens probieren und schauen, was es mit mir macht.

Angesichts der Aufgabenliste bin ich jedenfalls froh über den Zwei-Wochen-Rhythmus…

Das Thema der vierten Woche: Integrität

Auf dem Plan stehen produktive Selbstbeobachtung, die Auseinandersetzung mit der Definition des Selbst und der Integration einer neuen Selbstwahrnehmung.

Stichworte:

  • Unversehrtheit, Vollständigkeit
  • wirkliche Gefühle und ‚offizielle‘ Gefühle
  • das Selbst erkennen und annehmen
  • Zugang zu den eigenen Gefühlen: So fühlst Du Dich, und was machst Du damit?
  • geheime Träume entdecken
  • von Altem trennen, dasman nicht mehr braucht/will und Neues wagen
  • Verlust und Gewinn, Abschied/Trauer und (Vor)Freude

Die Aufgaben für die dritte Woche

1. Morning Pages

Ich schreibe jeden Tag meine drei A4-Seiten, diese Woche mit dem Fokus auf meine wirklichen Gefühle allgemein und in bezug auf mein Wachstum. Ich werde genauer beobachten, wann ich meine Pages nicht schreiben will – steht da etwas im Raum, dem ich mich nicht stellen möchte?

2. Artist Date

Ich habe den Besuch eines Seminars geplant, das der Geschäftsfrau in mir Spaß machen dürfte, denn es geht um die Dokumentation von IT-Projekten. Und vielleicht unternehme ich ncoh eine Fotosafari für mein künstlerisches Ich.

3. Verschüttete Träume

Schreibe spontan und schnell folgende Listen:

  • Fünf Hobbies, die Spaß machen könnten
  • Fünf Kurse, die Spaß machen könnten
  • Fünf Sachen, die Spaß machen könnten, die ich selber aber nie tun würde
  • Fünf Fähigkeiten, die lustig sein könnten
  • Fünf Sachen, die ich früher gerne gemacht habe
  • Fünf verrückte Sachen, die ich gerne einmal ausprobieren würde

4. Lese-Sabbatical

Lies eine Woche nichts. Gar nichts. Keine Bücher, keine Zeitschriften, keine Blogs, keine Mails (letzteres ist ziemlich schwierig, wenn man selbständig in der IT-Branche tätig ist).

Diese Aufgabe verschafft enorme Einsichten und bietet gleichzeitig den Raum, den eben aufgelisteten Dingen mehr Zeit zu widmen. Insgesamt geht es dabei darum, den Input an Worten zu begrenzen, also um Himmels Willen nicht statt des Lesens fernzusehen, Radio zu hören oder stundenlange Telefonate zu führen. Der Input soll reduziert werden, um den Outflow in Gang zu setzen: eigene Gedanken, Gefühle, Wünsche sollen Raum bekommen und nach außen drängen.

Die Vorstellung, nichts zu lesen, löst vermutlich intensive Gefühle von Abwehr, Ärger und Frustration aus – Lesen ist in vielerlei Hinsicht eine Art Sucht, eine Ersatzbefriedigung, ein Tranquilizer.

Beobachte Deine Reaktionen auf das Nicht-Lesen: Welche Gefühle kommen in Dir hoch? Wozu benutzt Du das Lesen normalerweise? Was gibt es Dir?

Hier ist eine Liste von Dingen, die man tun kann anstatt zu lesen:

  • Musik hören
  • den Hund waschen
  • Schränke aufräumen
  • Kleidung aussortieren
  • Rechnungen bezahlen
  • Briefe an alte Freunde schreiben
  • Blumen umtopfen
  • Dinge reparieren, Kleidung flicken
  • stricken
  • kochen
  • das Fahrrad reparieren
  • zeichnen, malen
  • die Lampe anschließen
  • ein Zimmer umräumen
  • Sport treiben
  • meditieren
  • Freunde zum Essen einladen
  • ausgehen

Früher oder später wird Dir die Arbeit ausgehen und Du wirst anfangen zu spielen – und dann wirst Du Dich nicht nur besser fühlen, sondern begeistert sein!

5. Umwelt

Beschreibe Dein ideales Umfeld. Mach es kurz, in einem Absatz. Oder benutze ein Bild, ein Foto. Stadt? Land? Mondän? Gemütlich?

Was ist Deine Lieblings-Jahreszeit? Warum? Finde auch hierfür ein Bild oder Foto. Befestige es in der Nähe Deines Arbeitsplatzes.

6. Zeitreise

Beschreibe Dich selbst im Alter von 80 Jahren. Was hast Du nach Deinem 50. Geburtstag getan, was Dir Spaß gemacht hat?

Schreibe einen Brief von Dir als 80-Jährige(r) an Dein heutiges Ich. Was würdest Du Dir selbst sagen? Welche Ratschläge würdest Du Dir geben? Welche Träume würdest Du ermutigen?

7. Zeitreise II

Erinnere Dich an Dich selbst mit 8 Jahren. Was hast Du gern gemacht? Welche Dinge mochtest Du besonders gern?

Schreibe einen Brief von Dir als 8-Jährige(r) an Dein heutiges Ich. Was würdest Du Dir sagen?

8. Umwelt II

Sieh Dir Dein Haus/ Deine Wohnung an. Gibt es irgendwo Platz für einen ganz privaten Raum nur für Dich? Vielleicht kann man eine Ecke mit einem Paravent oder Vorhang abtrennen? Dies ist Dein Traumbereich. Alles was Du brauchst, ist ein Stuhl oder ein Kissen, etwas, worauf Du schreiben kannst und eine Art kleiner Altar für Blumen und Kerzen.

Der Platz soll Dir helfen, Dich auf Deine Spiritualität zu konzentrieren: Nicht das Ego steht im Mittelpunkt, sondern die Energie, das Spirituelle, der Fluss.

9. Lebens-Torte Revisited

Schau Dir die Lebens-Torte aus der zweiten Woche an: Hat sich etwas verändert? Erwarte nicht zuviel, Veränderung geht langsam vor sich, Schritt für Schritt, Tag für Tag.

Mach eine Liste, welches ‚Spielzeug‘ Du Deinem künstlerischen Ich kaufen könntest, das ihm ‚Futter‘ gibt: Hörbücher, Zeitschriftenabonnements, Theaterkarten, eine Bowlingkugel…

10. Ausgedehntes Artist’s Date

Plane einen Mini-Urlaub nur für Dich (zum Beispiel einen ganzen Tag am Wochenende). Bereite alles für seine Ausführung vor.

11. Platz für neue Kleider

Öffne Deinen Kleiderschrank und suche ein Niedriger-Selbstwert-Outfit heraus. Wirf es weg, spende es, verschenke es. Mach Platz für Neues.

12. Veränderung

Schau Dir eine Situation in Deinem Leben an, die Du schon lange verändern möchtest, aber es bisher nicht getan hast. Was hast Du davon, hier festzustecken?

13. Lese-Sabbatical-Reflexion

Wenn Du Dein Lese-Sabbatical unterbrichst, schreib, auf welche Weise Du es gebrochen hast. n einem Anfall von Wut oder Trotz? Aus Versehen? In einer Art Rausch? Wie fühlst Du Dich damit? Warum?

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