Push-Mode, Drift-Mode und Pull-Mode

2. Februar 2011

Ich entdecke für mich gerade das Konzept vom Push-Mode und vom Pull-Mode.

Ein Großteil meiner Widerstände sind darauf zurückzuführen, dass ich im Push-Mode arbeite. Der Pull-Mode entspricht mir viel mehr, aber das erkenne ich erst gerade so wirklich. Stattdessen bewege ich mich zeitweise im Drift-Mode, was mich ebenso frustriert.

Worum geht es?

Push-Mode: Tu, was Du tun musst

to push = drücken, schieben, drängen

Im Push-Mode drängst Du Dich selbst, das zu tun, was Du zur Erreichung Deiner Ziele für notwendig hältst.

Du tust Dinge, auch wenn sie keinen Spaß machen, Du bist diszipliniert, Du arbeitest notfalls auch gegen innere Widerstände an. Du hast ein Ziel, einen Plan, der die Schritte umfasst, die zum Ziel führen, und Du folgst diesem Plan konsequent.

Du schiebst Dich selbst in Richtung Deines Ziels.

Drift-Mode: Lass Dich treiben

to drift = (ab)driften, sich treiben lassen

Du hast die Nase voll, Dich permanent zu irgendetwas zu zwingen und lässt Dich nun ziellos treiben.

Du nimmst das Leben, wie es kommt und tust, wozu Du Lust hast. Du hast eine vage Vorstellung davon, wie Deine Zukunft aussehen könnte.

Pull-Mode: Lass Deine Ziele für Dich arbeiten

to pull = ziehen

Im Pull-Mode hast Du Deine Ziele so definiert, dass sie Dich zu sich ziehen.

Du verfügst über eine starke Vision oder ein klares Ziel, das so fest in Deinem Unterbewusstsein verankert ist, dass Du selbst spürst, welche Handlungen im Moment notwendig sind, um Dich Deinem Ziel näher zu bringen.

Du folgst nicht einem ausgeklügelten Plan, sondern eher einer groben Landkarte, während Dein Unterbewusstsein Dir hilft, die jeweils richtigen und wichtigen Schritte zu unternehmen.

Push- und Pull-Mode im Vergleich

a) Push-Mode

  • sich in Richtung der eigenen Ziele schieben
  • Betonung liegt auf der bewussten Entscheidung
  • lineares Denken
  • anstrengend, hoher Aufwand nötig (Kraft, Energie)
  • Schwerpunkt auf Planung
  • konkrete, messbare Ziele
  • Wenn der Fortschritt zu langsam ist, verbessere den Plan
  • Hemmnisse sind Gegner
  • (Innerer) Widerstand ist ein Hemmnis, das überwunden werden muss
  • Sorge dafür, dass Dinge geschehen
  • Motivation durch äußeren Druck

b) Pull-Mode

  • sich von den Zielen in ihre Richtung ziehen lassen
  • Betonung liegt auf dem Unterbewussten; ganzheitliches Denken
  • entwickeln, verarbeiten
  • relativ geringe Anstrengung nötig
  • Schwerpunkt: Offenheit für sich bietende Gelegenheiten
  • anschauliche, erzählerisch beschreibende umfassende Vision
  • Wenn der Fortschritt zu langsam ist, verfeinere die Vision
  • Hemmnisse sind Freunde
  • (Innerer) Widerstand ist eine Mitteilung Deines Unterbewusstseins, das Dir den Weg weist
  • Lass Dinge geschehen
  • Motivation durch innere Gefühle

Anmerkungen

Sowohl im Pull-Mode als auch im Drift-Mode ist ein wesentliches Merkmal, dass man seinen eigenen Impulsen folgt.

Im Pull-Mode liegt diesen Impulsen sehr viel mehr Arbeit zugrunde, denn er erfordert ein permanentes Abgleichen der Vision/des Ziels mit der Gegenwart und legt den Schwerpunkt auf Entwicklung, auf Wachstum (hin zur Erreichung des Ziels).

Schlussfolgerungen

Meine Willenskraft reicht oft nicht aus, ein Ziel zu verfolgen, komme was da wolle. Ich habe mich lange mit der Forderung an mich herumgeschlagen, mehr Selbstdisziplin zu entwickeln. Es „einfach“ zu tun. Pläne aufgestellt. Motivationshilfen verwendet. Zeitpläne erarbeitet.

Es klappt immer nur für eine Weile.

Andererseits gibt es Situationen, da arbeite ich wie ein Tier, um irgendeine Sache zu erreichen. Hindernisseß Widerstände? Werden aus dem Weg geräumt, oder ich suche mir einen Weg drumherum. Kein Problem.

Ich kann es also. Wenn ich will. Wenn es wichtig für mich ist.

Allein durch pure Willenskraft erreicht man nichts. Man braucht eine Vision, eine innere Motivation etwas zu tun.

Menschen folgen von Natur aus dem Weg des geringsten Widerstands. Wenn es einfacher ist, das Richtige zu tun, dann tut man das Richtige. Wenn es dagegen einfacher ist, das Falsche zu tun, dann tut man das Falsche. Der Trick ist also dafür zu sorgen, dass es einfacher ist, das „Richtige“ (was immer das jeweils sein mag) zu tun als das „Falsche“.

Das kann eine Änderung der Strukturen sein oder eine Änderung der Gründe, warum man etwas tut.

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