Projekt 80/24: Woche 2

19. Oktober 2011

Die zweite Woche meines Projekts ist rum. Das Ziel: in den nächsten 24 Monaten mein Gewicht von 97 kg auf 80 kg zu senken – ohne Diäten, Sportterror oder pharmazeutische Hilfsmittel.

Vor einer Woche war ich sehr zufrieden mit mir, auch wenn sich da gewichtsmäßig natürlich noch nicht viel getan hat. Das habe ich stattdessen in dieser Woche gemerkt! Die Waage zeigte zuerst kontinuierlich nach unten, seit drei Tagen hat sich ein Gewicht stabilisiert – ein Kilo unter meinem Zielgewicht für Oktober! Da ich für das Zielgewicht den Mittelwert über den ganzen Monat nehme, hätte ich das Ziel bereits erreicht – mal sehen, wie es am Monatsende aussieht.

Zur Erinnerung nochmal die Teilziele für den ersten Monat:

1. Ernährung

Ich esse täglich wenigstens eine Handvoll frisches (rohes) Obst oder Gemüse, und ich trinke täglich wenigstens einen Liter Wasser (ich trinke außerdem etwa einen halben Liter Kaffee, so dass ich auf ca. 1,5 l Flüssigkeit am Tag komme).

2. Bewegung

Ich stehe jede Stunde vom Schreibtisch auf, strecke mich und bewege mich 10 Minuten in der Wohnung (Dehnübungen, leichte Hausarbeit wie Aufräumen u.ä.), und ich verlasse jeden Tag mindestens einmal die Wohnung zum Einkaufen oder Spazierengehen.

3. Mentale Unterstützung

Ich beobachte, wie sich die Veränderungen auswirken. Ich schaue täglich, wie der Tag gelaufen ist, was funktioniert hat und was nicht, wo es Schwierigkeiten gab, und was mir leicht fiel.

Cat eating watermelonPicture by pdxjasmine via Flickr

Rückblick Woche 2

Ernährung: Täglich frisches Obst und Gemüse, viel und regelmäßig trinken

Ich habe es geschafft, jeden Tag Obst und/oder Gemüse zu essen. Das Gemüse teils gegart, teils in Form von Salat. Mit Obst habe ich mich schwer getan, weil es momentan einfach wenig gibt, was ich mag.

Ansonsten habe ich normal gegessen, einmal sogar mit Currywurst und Pommes „gesündigt“. Es ist mir nicht gut bekommen, mein Körper stellt sich also schon um.

Trinken fiel mir sehr schwer diese Woche – ich denke einfach nicht daran, auch wenn ich mir Erinnerungen aufschreibe, es geht einfach unter. Immerhin hatte ich zweimal in dieser Woche „Appetit statt Durst“, habe das erkannt und getrunken statt gegessen.

Am 14. Tag hatte ich ein Erfolgserlebnis der besonderen Art: Ich war gestresst, hatte das Gefühl, ene Belohnung zu verdienen, war hungrig und hatte Bauchschmerzen, weil ich meine Tage bekomme. In den letzten Jahren eigentlich immer das Startsignal, mich mit einer Tüte Chips und einem Buch im Sessel zu verkriechen. Also steuerte ich bei meinem nachmittäglichen Einkauf das Chipsregal an, um dann abrupt abzubremsen: ‚Bist Du sicher, dass dieser Dreck eine gute Belohnung ist?‘ fragte ich mich selbst und musste ehrlicherweise mit ‚Nein!‘ antworten. Ich scannte den ganzen Laden und fand nur „Müll“: ein Haufen Chemie und Gecshmacksverstärker oder unangemessen teuer. Ich kaufte mir im Endeffekt eine Pakung Waffeln, was nicht gerade gutes Essen ist, aber es lag im Budget und ist entschieden besser als Kartoffelchips (Fett, Salz). Von den 12 Waffeln habe ich mir dann 3 gegönnt – wunderbar!

Fazit: Körperlich fühle ich mich viel besser als vor meinem Projekt. Die Verdauung hat sich eingependelt, und selbst eine kleine Zahnfleischentzündung und mein PMS haben mich nicht extrem aus der Bahn geworfen.

Bewegung: regelmäßige Arbeitspausen und einmal am Tag aus dem Haus

Zwar habe ich die Woche im Prinzip komplett am Computer verbracht, aber meine Arbeit war häufig so kleinteilig, dass sich Pausen von selbst ergaben.

Ich habe diese kleinen Pausen allerdings nicht besonders gut genutzt: meist renne ich nur zum Klo, streichle kurz die Katze, schaue aus dem Fenster und setze mich dann wieder an die Arbeit. Hier gibt es Verbesserungsmöglichkeiten!

An sechs von sieben Tagen habe ich das Haus verlassen und war immer mindestens eine halbe Stunde unterwegs, einmal sogar 5 Stunden (Ausflug in die Stadt ohne nennenswerte Sitzpause). Das hat mir sehr gut getan, und ich merke, der Körper will mehr.

Fazit: Bewegung tut mir gut, und ich will meine Arbeitspausen noch mehr nutzen, um mich in der Wohnung zu bewegen. Vielleicht ein kleines Gymnastikprogramm?

Mental: Beobachten, wie sich die Veränderungen auswirken.

Die tägliche Beobachtung habe ich fortgesetzt, sie läuft fast schon nebenbei. Ich führe nach wie vor Buch über Essen, Trinken und Bewegung und freue mich mehrmals am Tag, wieviel Energie ich habe, und wie gut es mir geht.

Fazit: Ich bin auf dem richtigen Weg, und ein Monat scheint eine gute Zeit, neue Sachen wirklich zu verinnerlichen. In der ersten Woche bin ich schon ungeduldig geworden, die Veränderungen waren mir zu klein, die Monatsspanne erschien mir viel zu lang, das Ganze drohte nach anfänglicher Begeisterung langweilig zu werden. Jetzt merke ich, dass es gar nicht so einfach ist, Tag für Tag bestimmte Dinge einzuhalten, gerade auch, wenn die anfängliche Begeisterung nachlässt.

Das Gewicht

Nachdem sich in der ersten Woche nicht allzu viel bewegt hat, zeigen sich die Effekte jetzt, in der zweiten Woche:

Startgewicht: 97 kg
Gewicht nach zwei Wochen: 95 kg
Durchschnittsgewicht diese Woche: 95,71 kg
geringstes Gewicht: 95 kg
höchstes Gewicht: 96,25 kg

Juhuu!

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