Projekt 80/24: Der fünfte Monat

1. März 2012

Der fünfte Monat meines Projekts 80/24 – Von 97 auf 80 Kilo in 24 Monaten ist rum, über 1/5 der Projektzeit liegt hinter mir. In Sachen Gewicht hat sich nicht viel bewegt, aber mein Lebensstil hat sich doch ganz schön verändert: ich trinke mehr und regelmäßiger, ich esse bewusst mehr Frischzeug (Obst, Gemüse), ich achte mehr auf die Signale meines Körpers, was Hunger, Appetit, Durst und Sättigung angeht, und ich gehe viel häufiger und länger raus.

Ich lebe also insgesamt gesünder, nehme aber nicht ab. Es wird also wohl Zeit, größere Veränderungen in Angriff zu nehmen.

Zuerst aber ein Rückblick:

Die Ziele für den fünften Monat

Das oberste Monatsziel war „Wieder in die Spur kommen und nach Möglichkeit ein bis zwei Kilo abnehmen“. Nun, abgenommen habe ich kaum, aber ich bin wieder in die „Spur gekommen“, habe das Programm weitergeführt und mich aus (Zahn-)Schmerzen und einer hartnäckigen Depression herausgekämpft. Das zählt mehr als ein paar Pfund weniger auf der Waage.

Das Ernährungsziel „Ich esse täglich jeweils eine Handvoll Obst und Gemüse“ habe ich weitestgehend eingehalten. Obst essen fiel mir schwer, einfach weil es momentan kaum Auswahl gibt und ich immer wieder bei Bananen und Birnen lande, aber ich habe eine Menge Obstsaft getrunken, das zählt auch.

Das Bewegungsziel „Ich verlasse jeden Tag mindestens einmal die Wohnung zum Einkaufen oder Spazierengehen“ habe ich nicht ganz so konsequent durchgehalten, aber wenn ich draußen war (etwa vier- bis fünfmal pro Woche), war es fast immer für länger (im Schnitt 60 Minuten).

Das mentale Ziel „Body Talk“ – „Ich widme mich jeden Tag eine Viertelstunde meinem Körper,
entweder in Form von liebevoller Pflege oder in Form eines Dialogs über seine Wünsche und Bedürfnisse.“ – fiel mir sehr schwer. Stellenweise war ich notgedrungen mit meinem Körper beschäftigt, weil ich Höllenschmerzen hatte, aber so war das ja nicht gedacht. Vielmehr hat sich der Körper Aufmerksamkeit geholt, und zwar auf eine sehr unangenehme Weise.
Ein wichtiger Punkt, warum das nicht funktioniert, ist, daß ich diesem Ziel keinen festen Platz in meinem Tagesablauf gegeben habe.

Picture by Tomi Tapio via Flickr

Wie ist es gelaufen?

Ich habe das Projekt trotz Zahnschmerzenwoche und Depression fortgeführt, das macht mich stolz. Auch das Rausgehen ist mir mittlerweile zu einem richtigen Bedürfnis geworden, weniger der bewegung wegen, sondern weil ich am Leben teilhaben, Dinge „sehen“ will.

Was war gut?

Einfach dabeibleiben. Die einzelnen Projektziele sind jetzt schon feste Gewohnheit und verinnerlicht. Es kostet praktisch keine Energie, einfach immer weiter zu machen.

Spaziergänge mit und ohne Kamera. Eine Wiese voll Krokus im Sonnenlicht. Nachmittagslicht auf dem alten Friedhof. Weinen können. Das Gefühl, meinem Körper Gutes zu tun.

Was war nicht so gut?

Zahnschmerzen. Depression. Dass ich mich so um meinen „Body Talk“ drücke. Mich selbst unter Druck setzen. Existenzangst.

Was hat geholfen?

Reden. Loslassen, abladen. Support, Verständnis, Unterstützung.

Was will ich ändern?

Bestimmte Sachen (Spaziergang, Body Talk, mehr körperliche Aktivität (Lauftraining??) ) fest in den Tagesablauf einbauen. Frühwarnmechanismen für Depression entwickeln und rechtzeitig mit H. sprechen.

Was habe ich (über mich) gelernt?

Ich kann durchhalten und dabei bleiben. Ich kann mir Hilfe suchen und bekomme sie auch. Ich will den Job, den ich mache, weitermachen!

Der Erfolg

Ich ernähre meinen Körper gut und bewusst.

Ich gehe viel spazieren und tue damit etwas für meine psychische, mentale und physische Gesundheit.

Gewichtsschwankung von nur +- 1 kg im Monat.

Wie geht’s weiter?

Ziele für März setzen.

Noch mehr bewegen; Kalorien verbrauchen, Fettreserven angreifen, die Muskeln fordern.

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