Logbuch Freitag, 21. November 2014

22. November 2014

Den halben Tag im Zug verbracht – auf dem Weg nach K. Wie üblich ist es voll, aber wir finden zwei Plätze nebeneinander, weil jemand seine Reservierung nicht in Anspruch genommen hat. Glück gehabt!

Die Fahrt ist ereignislos; das Personal, vor allem das weibliche, etwas angespannt und schnippisch. Schlechte Nachrichten? Miese Stimmung? Keien Ahnung, aber ich will ja auch nichts von ihnen und kann mir das Treiben gelassen anschauen.

In B. müssen wir zusätzlich zur halben planmäßigen Stunde weitere 20 Minuten warten, weil unser Anschlusszug Verspätung hat. Durch eine Oberleitungsstörung ist alles etwas durcheinander geraten, aber uns stört es nicht, die Sonne scheint, und wir haben erstmal lange genug gesessen. Im regionalzug finden wir problemlos Platz, ich shakere etwas mit einem etwa sechs- oder siebenjährigen Jungen, der reichlich unerzogen ist, aber irgendwie auch süß. Frech halt. Der Papa sieht nordafrikanisch aus und vermeidet jeglichen Augenkontakt.

Durch die Verspätung verpassen wir unseren Bus und müssen nochmal 20 Minuten warten. H. nutzt die Zeit, um sich Zigaretten zu besorgen. Dann geht es endlich los, über den Fluss und den Berg hoch zum Häuschen.

Dort ist es kuschelig warm; die Nachbarn hatten nachmittags mal kurz durchgeheizt. Die Schwägerin war vor kurzem mit ihrem Mann da und hat uns ein paar Nachrichten, Lesestoff und einen Rotweinfleck in der guten Tischdecke hinterlassen. Nun ja.

H. macht einen Rundgang durch Keller und Garten und richtet den neuen Internetzugang ein, während ich versuche, den Fernseher zum Laufen zu bringen, meine Kopfschmerzen in den Griff zu bekommen und es langsam angehen zu lassen. Ich lese und langweile mich.

Die Luft im Haus ist schlecht (oder ich bin einfach noch nicht wieder an den typischen Geruch hier gewöhnt).

Irgendwann stehe ich im Dunkeln auf der Terrasse, schaue in das schummrig beleuchtete Wohnzimmer und frage mich, was ich hier eigentlich tue und worauf zum Teufel ich mich da eingelassen habe…

Der Computer, den wir mitgeschleppt ahben, mackt rum, und H. braucht für alles länger als gedacht und ist entsprechend genervt. Ich mache mir irgendwann eine alte Dose Hühnersuppe warm (vor einem Jahr abgelaufen, aber noch essbar) und bin froh, als es endlich 20:00 Uhr ist und es sich lohnt, den Fernseher anzumachen.

Tagesschau, eien Dokumentation über Dicke und dann zappen. Langweilig!

Gegen halb zehn gehe ich hoch und lege mich ins Bett. Noch etwas lesen und kurz nach zehn Licht aus. Ich fühle mich deplatziert wie lange nicht.

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