Logbuch Samstag, 22. November 2014

22. November 2014

Um 6:30 Uhr aufgewacht. Es ist stockdunkel und das nicht nur, weil die Jalousien unten sind. Es wird fast eine Stunde später hell als zu Hause. Gut, es wird abends auch eine Stunde später dunkel, aber das tangiert mich gar nicht so. Aber morgens – das ist ätzend. Sei’s drum.

H. steht kurz danach auf und ich folge ein paar Minuten später. Er steht in der Küche und kocht Kaffee. Ich mache mir einen Nescafé und stelle mich in der Morgendämmerung raus auf die Terrasse, atme die feuchte kühle Luft ein, strecke und dehne mich etwas. Gott ist das finster, dabei ist es schon nach 7:00 Uhr.

Dann das erste Mal nach 24 Stunden wieder an den Rechner. Ich lebe auf. Gewohnheiten…

Erstmal eine Recherche nach der Energiesparmacke, dann Monitortreiber runtergeladen, dann Morgenroutine: Mail, Flickr, RSS-Feeds. Daten kopieren von der externen Platte auf den PC. Dann kann ich besser arbeiten. Es ist alles etwas zäh, aber es geht. Tausendmal besser als mit dem komischen Laptop. Die Tastatur ist Gewöhnungssache – die Tasten haben einen recht großen Widerstand, so dass mein Anschlag oft nicht ausreicht, um z.B. Großbuchstaben zu schreiben. Viel Korrigiererei.

≈≈≈≈

Als H. nach 10:00 Uhr zum Bäcker geht, um Brötchen zu holen, kommen die Nachbarn und bieten uns das Auto zum Einkaufen an. Supernett! 🙂
Wir düsen alsio gegen 11:30 Uhr los in den Nachbarort und decken uns für die Woche ein.

Das Wetter ist traumhaft, und am liebsten würden wir ein kleines Toürchen machen, aber leider warten die Nachbarn auf Sachen, die wir vom Supermarktz mitbringen sollen. Ein andermal…

≈≈≈≈

Wieder zu hause geht es mir nicht gut. Alle Nerven sind gereizt, jede Berührung ist so intensiv, fast schmerzhaft, der Kopf rattert, aber völlig unproduktiv. Alles läuft auf Hochtouren, aber im Leerlauf. Eigentlich müsste ich dringend was arbeiten (Magazin!), aber ich folge H.s Rat und lege mich erstmal etwas hin. Er schläft eine Runde, aber das kann ich nicht, ich lege mich nur oben aufs Sofa und lese.

Irgendwann werde ich sehr müde, aber anstatt die Augen zuzumachen und zu schlafen, stehe ich auf , mache mir einen Nescafé und gehe an die frische Luft. Ich beschließe, es ruhig anzugehen. Das soll hier schließlich irgendwie auch eine Auszeit werden.

≈≈≈≈

Um halb vier beginne ich damit, einen Kuchen zu backen. Im Keller stehen noch Gläser mit einegmachten Kirschen (2008 abgelaufen aber noch völlig in Ordnung), das gibt einen leckeren Schokoladen-Kirsch-Kuchen. Rührteig natürlich, das ist am einfachsten, und dann rauf aufs Blech, denn Kuchenformen gibt es hier nicht. Während der Kuchen im Ofen ist, spüle ich das Geschirr und räume etwas auf.

H. hat sich aufgerafft und fängt an, im Garten herumzuwerkeln, so sind wir beide beschäftigt.

Ich verräume dann noch die Einkäufe im Keller und verschaffe mir einen Überblick über die Vorräte.

So nach und nach räume ich überall ein bisschen rum und „markiere“ die Dinge. Gebe ihnen meine Ordnung, meien Prioritäten, räume um, werfe weg, sortiere aus. So nach und nach wird das Haus dann hoffentlich meinen bzw. unseren „Geruch“ annehmen, und ich werde mich hier etwas mehr „zu Hause“ fühlen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: